Bjarne Thoelke
Bjarne Thoelke
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Verteidiger Thoelke: "Anlaufschwierigkeiten sind ganz normal"
Karlsruhe
03.09.2016 15:00
Obwohl drei Bänder im Sprunggelenk angerissen waren und noch immer nicht endgültig verheilt sind – Bjarne Thoelke lief für den Karlsruher SC gegen 1860 München in der Innenverteidigung auf. Und nicht nur das: Der Abwehrspieler agierte gut, gewann die meisten seiner Zweikämpfe, sowohl in der Luft wie auch am Boden. Über seinen Gesundheitszustand, seine Einschätzung des Saisonstarts und das nächste Spiel bei Union Berlin sprach Peter Putzing mit Thoelke.

Herr Thoelke, was macht denn das so heftig lädierte Sprunggelenk nach der anstrengenden Partie gegen 1860 München?

Das ist ganz in Ordnung. Es gab keinen Rückschlag, keine neue Schwellung. Ich werde da sicher noch einige Zeit kleinere Probleme haben, aber nicht so, dass ich auf das Training oder Spiel verzichten muss. Ich bekomme häufig Behandlung und vertraue auf die Arbeit unserer medizinischen Abteilung.

Wie kann man mit drei angerissenen Bändern überhaupt spielen? Ist das ein kleines Wunder?

Es war harte Arbeit. Die Schwellung ging zum Glück nach der Verletzung schnell zurück. Außerdem wurde ich oft behandelt.

Wie kam es zu dieser Verletzung? Ist Ihnen ein Pferd auf den Fuß gestiegen?

Es geschah bei einem Zweikampf mit Boubacar Barry im Training. Es war unglücklich, "Bouba" traf mich am Knöchel und ich bin im gleichen Moment nach außen weggeknickt. So etwas passiert eben leider immer wieder mal… 

Jetzt steht das freie Wochenende bevor. Das kommt Ihnen doch sicher gerade recht, da können Sie die Bänder noch etwas schonen.

Ja, ich habe eine Woche länger, in der ich "mit Auge" arbeiten kann. Zudem kann ich das kommende Wochenende nutzen zur Familie nach Wolfsburg zu fahren. Da sind ja ein paar Kilometer und daher komme ich nicht so oft dazu, meine Familie zu besuchen. Auch das ist gut, nicht nur für mich, für viele im Kader. 

 

Vier Pflichtspiele hat der KSC ausgetragen. Es gab keinen Sieg, drei Unentschieden. Wir lautet Ihre Einschätzung?

Sicher hat sich jeder bei uns den Start anders vorgestellt. Aber: Wenn man die Spiele einzeln betrachtet: Mit etwas Glück hätten wir da auch ein, zwei Siege rausnehmen können. Man muss aber auch das Ganze sehen. Wir haben eine fast komplett neue Mannschaft, zudem eine sehr junge Truppe. Einen neuen Trainer mit einem neuen Konzept. Da sind Anlaufschwierigkeiten ganz normal. Wir müssen noch vieles besser machen.

Was muss man den genau besser machen?

Zunächst ist positiv: Wir lassen dem Gegner kaum Chancen zu, stehen defensiv gut. Wichtig wird sein: Wir hatten in allen Spielen Chancen – die müssen wir besser nutzen. Daran arbeiten wir in jeder Trainingseinheit. Ich bin sicher, demnächst werden sich die ersten Siege einstellen.

Ist bei Union Berlin der erste Siege fällig?

Wir sind heiß und wollen auf jeden Fall den Dreier aus Berlin mitnehmen. Wir arbeiten schon daran, dass wir uns auf Union einstellen…

Sie sind sehr kopfballstark, aber Torgefahr durch Bjarne Thoelke gab es eher selten…

Das stimmt leider. Und das ist kein Pech. Sondern: ich musste in den vergangenen Monaten zu oft verletzt zuschauen. Ich kam rein, musste aussetzen, wieder rein – wieder aussetzen. Wenn ich jetzt kontinuierlich und konstant spiele, wenn ich ein paar Spiele in Folge hinter mir habe, dann passt es besser mit der  Abstimmung, beim Einlaufen nach Freistößen oder Eckbällen - das wird da auch mit der Torgefahr. 

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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