Sebastian Griesbeck und Hiroki Yamada
Heidenheims Sebastian Griesbeck (r) und Hiroki Yamada von Karlsruhe im Ball-Duell. Foto: S. Puchner
KSC-Torschütze Yamada: "Wir vergeben zu viele gute Gelegenheiten"
Karlsruhe
08.11.2016 07:00
Lang war es her, dass Hiroki Yamada einen Treffer für den KSC erzielte. Am 4. März 2016 gelang ihm der Siegtreffer zum 0:1 in Düsseldorf. Seither: Torflaute. In Heidenheim brach der Japaner diesen Bann, erzielte per Kopf das 0:1. Dass es am Ende dennoch für den KSC nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag nicht an Yamada. Der 27-Jährige agierte gut, war lauffreudig und engagiert. Mit Yamada sprach Peter Putzing.
Herr Yamada, Gratulation zum Tor - und das noch per Kopf erzielt. Das passiert nicht so oft…

(lacht): Danke. Es stimmt - Kopfballtore sind nicht gerade meine Spezialität. In Deutschland war das mein zweiter Kopfballtreffer.

Zuletzt spielten Sie im zentralen Mittelfeld. Und: Sie kamen da immer besser zur Geltung.

Das stimmt. Ich kam hier nicht so oft im zentralen Mittelfeld zum Einsatz und es hat ein wenig gedauert, bis ich mich wieder daran gewöhnt habe. Aber jetzt wird es nach und nach besser. Meine Kollegen helfen mir sehr,…

..das heißt konkret?

Ich spiele zum Beispiel neben Grischa Prömel. Der spielt diese Position schon länger. Er hilft mir, redet viel mit mir. Auch Bjarne Thoelke und David Kinsombi von der Innenverteidigung helfen mir beim Positionsspiel. Sie sagen mir, ob ich mehr rechts oder links laufen soll. Das gibt mit Sicherheit, ein gutes Gefühl.

Am Anfang der Saison hat Sie Trainer Tomas Oral aus dem Kader verbannt, auf die Tribüne geschickt. Haben Sie das verstanden?

Es war eine schwere und ungewohnte Situation für mich. Aber der Trainer hat mir erklärt, warum er so gehandelt hat.

Und warum?

Ich sei zum damaligem im Moment noch nicht so weit gewesen. Aber er hat mit immer gesagt, dass er mir eine Chance geben wird und das war dann auch so. Ich habe immer weiter gekämpft, die Chance zu bekommen. Es war nicht einfach für mich.

Aber ich habe versucht nicht negativ zu sein, sondern positiv zu denken und zu arbeiten. Auch da haben mir die Kollegen geholfen, die gesagt haben: Hiro, du hast viel Qualität, du kommst sicher wieder ins Team. Das hat mit geholfen in dieser Phase positiv nach vorne zu schauen.

Nach der dritten Niederlage in den letzten vier Spielen geht es für den KSC um den Klassenerhalt, oder?

Das ist so. Wir haben in diesen Spielen gut gespielt, aber verloren.

Was muss man tun, damit es wieder besser wird?

Weiter so auftreten. Aber in den Phasen, in denen es bei uns gut läuft, müssen wir Tore machen. Wir müssen daran arbeiten, in unseren positiven Phasen Treffer zu markieren.Wir vergeben da zu viele gute Gelegenheiten. Wir müssen mehr zweite Bälle holen. Und wenn wir schlechtere Phasen haben, dann führten die zuletzt zu oft zu Gegentoren.

Da müssen wir die Konzentration erhöhen, damit wir nicht so ein Tor wie beim 1:2 in Heidenheim kassieren. In Heidenheim hätten wir in der zweiten Halbzeit mehr nach vorne machen müssen. Es hat uns da im Spiel nach vorne die Ruhe und Souveränität gefehlt. Sonst hätten wir ein zweites Tor gemacht und gewonnen. Wichtig ist: Wir wurden nach und nach besser als Mannschaft. Da gilt es weiterzumachen.

…aber: Es nützt nichts, wenn man besser wird – aber keine Punkte holt.

Richtig. Es ist eine schwere Situation. Aber, wenn wir die erwähnten Dinge verändern, werden wir die Punkte holen. Es war nicht alles schlecht, daran müssen denken. In unseren guten Phasen müssen wir Tore machen, die Spiele für uns entscheiden.

Jetzt kommt eine Länderspielpause, ein trainingsfreies Wochenende. Viele Ihrer Kollegen fahren zu ihren Familien. Für Sie ist das nicht machbar. Was machen Sie?

Stimmt leider. Für zwei Tage nach Japan zu fliegen geht nicht. Ich weiß noch nicht was ich machen werde. Vielleicht schaue ich mir eine Stadt an. Es gibt herrliche Städte in Deutschland.

Nach der Pause geht es gegen Sandhausen. Das wird das dritte Derby in Folge sein. Das ist ein Erfolg Pflicht.

Natürlich wollen wir gewinnen. Ein Heimspiel müssen wir gewinnen, das dürfen wir auf keinen Fall verlieren. Wir werden uns gezielt darauf vorbereiten und dann alles geben, um den Dreier einzufahren.

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