Marin Sverko
Marin Sverko
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Talent Sverko nach dem Profi-Debüt: "Noch Luft nach oben"
Karlsruhe
01.12.2016 07:00
Eigentlich könnte Marin Sverko bis Sommer 2017 noch in der A-Jugend des Karlsruher SC spielen. Doch der Linksverteidiger ist auf dem Weg, sich bei den Profis zu etablieren. Mit gerade einmal 18 Jahren.

Beim Derby in Kaiserslautern gab Sverko sein Debüt in der zweien Bundesliga. Über die komplette Spielzeit. Der gebürtige Pforzheimer, der schon in der U19 von Kroatien zum Einsatz kam, lieferte eine gute Profipremiere ab. Der körperlich starke Sverko agierte ohne Angst, gewann von 15 Zweikämpfen immerhin zehn. Mit Sverko sprach Peter Putzing.

Herr Sverko, ein Profidebüt vor 30 000 Zuschauern zu erleben. Davon träumt man doch. Oder?

Aber sicher. Beim Debüt gerade auf dem Betzenberg dabei sein zu dürfen, bei einem tollen Derby auf dem Platz stehen zu dürfen, die Fans da erleben zu dürfen, diese Rivalität mitzubekommen – das alles war schon klasse und beeindruckend.

Waren Sie denn nervös?

Vor dem Spiel, da ging es eigentlich. Bis zur Besprechung, als ich dann meinen Namen an der Tafel las - da wurde mir heiß und kalt. Im Bus, auf der Fahrt ins Stadion, ist das langsam etwas abgeklungen. Als ich zum Aufwärmen rausging und den Lärm mitbekam, kam wieder die Nervosität hoch. Aber mit dem Anpfiff und dem ersten Zweikampf war das alles weg.

Man hat Ihnen keine Nervosität angemerkt.

Zum Glück. Das war auch gut so.

Wie waren Sie mit Ihrer Leistung zufrieden?

Dafür, dass es das erste Spiel im Profibereich war, dafür war es aus meiner Sicht in Ordnung. Natürlich besteht noch Verbesserungsbedarf...

Und wo?

Auf allen Gebieten ist noch Luft nach oben. Läuferisch. Dann in der Offensiv wie auch defensiv. Ich habe mich zunächst vorwiegend darauf konzentriert, defensiv gut zu stehen, die Zweikämpfe zu gewinnen. Ich habe sichere Pässe gespielt. Bevor ich einen riskanten Ball gespielt habe, habe ich lieber den Pass zu Martin Stoll zurück gespielt. Ich wollte mir so Sicherheit holen. Mit mehr Erfahrung kann es auf allen Gebieten vorangehen.

Vor der Saison waren Sie in der Rangliste der Linksverteidiger die Nummer drei. Nach Dennis Kempe und Ylli Sallahi. Jetzt besteht die Chance, die Nummer eins zu werden.

Ich bin erst seit ein paar Monaten bei den Profis, durfte vor der Saison mit ins Trainingslager. Da macht man sich keine Gedanken über den Platz in der Hierarchie, sondern ist ganz einfach froh und glücklich dabei sein zu dürfen. Und ob ich jetzt Nummer eins, zwei  oder drei bin, das kann man gar nicht sagen. Es kommt jede Woche darauf an, gut zu trainieren, auf sonst nichts. Wenn man gut arbeitet ist man dabei, wenn nicht, dann bekommt ein anderer den Vorzug.

Sind Sie am Freitag gegen Greuther Fürth dabei?

Das weiß ich nicht. Ich werde weiter arbeiten. Die Leistung in Lautern war ordentlich – dass ich natürlich dabei sein möchte, das steht außer Frage. 

Sie sind 18 Jahre alt. Konzentrieren Sie sich total auf den Fußball, machen Sie eine Ausbildung oder sind Sie noch in der Schule?

Ich habe mein Abitur gemacht. Ich wollte das durchziehen. Danach habe ich beschlossen, dass ich mich zunächst voll auf den Fußball konzentriere und noch nicht studiere. Vielleicht mache ich nächstes Jahr ein Fernstudium nebenbei. Das wird sich aus meiner Entwicklung ergeben. Bisher ging mein Plan auf. Ich habe zuerst die Vorbereitung auf die Saison bei der U19 gemacht und bin dann zu den Profis hoch gerutscht. Ich will den Durchbruch schaffen - das steht im Zentrum meiner Planungen.

Und was sind in dieser Planung Ihre konkreten Ziele für die Restsaison?

Mich entwickeln. Fußballerisch, körperlich - und viele Einsatzminuten bekommen.

Die Partie gegen Greuther Fürth wird knallhart. Beide Teams kämpfen gegen den Abstieg.

Das sehe ich auch so. Ich glaube und hoffe, dass wir an die Leistung in Kaiserslautern, die nach den ersten zehn, 15 Minuten wie ich fand richtig gut war, anknüpfen werden. Und: Dass wir erfolgreich sein werden.

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