Bild: M. Ripberger
KSC-Spieler Marcel Mehlem: "Ich würde den Verein ungern verlassen"
Karlsruhe
10.05.2017 15:51
Es ist eine Rarität, dass es ein Brüderpaar schafft, aus dem Nachwuchs in das Profiteam des Clubs übernommen zu werden. Bei Marvin und Marcel Mehlem könnte das klappen. Marvin hat bereits vor einiger Zeit einen Profivertrag beim Karlsruher SC unterschrieben. Jetzt ist Marcel auf dem besten Wege, dass ihm das auch gelingt.

Mit dem Älteren der Mehlem-Brüder, der in Fürth in erstmals der Startelf des Zweitligateams stand und eine gute Leistung ablieferte, sprach Peter Putzing.

Herr Mehlem, sind Sie zufrieden mit ihrem Startelf-Debüt in Fürth?

Ich bin etwas schwer in die Partie rein gekommen. Aber so ab der 20. Minute war ich im Spiel, da hatte ich dann ein paar Zweikämpfe gewonnen. Für mein erstes Spiel in der Startelf bin ich zufrieden mit dem, was ich gezeigt habe.

Es war ein Schaulaufen, ein Bewerbungsschreiben für einen Profivertrag. Wie ist der Stand der Dinge?

Ich bin zuversichtlich, dass es klappt. Wir schauen, was die kommenden Tage passiert.

Geht die Tendenz zu einer Unterschrift beim KSC?

Das ist so, ja. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, bin schon lange beim KSC und würde den Verein nur ungern verlassen.

Stellen Sie jetzt Ansprüche, auch gegen Dresden beim Anpfiff auf dem Rasen zu stehen?

Nein. Es geht in dieser Trainingswoche darum, mich zu zeigen. Ich ruhe mich nicht auf diesem Spiel in Fürth aus, sondern gebe Vollgas, weil ich gegen Dresden gerne dabei wäre. Ich bin guter Dinge und hoffe, dass ich gegen Dynamo meine Einsatzzeit bekomme. Aber zuerst  heißt es Vollgas geben – dann sieht man weiter.

Was erwarten Sie vom Spiel gegen Dresden? Den zweiten Sieg in Serie?

Ich hoffe darauf und traue uns den nächsten Dreier zu. Der Sieg in Fürth hat uns leider nicht mehr zum Klassenerhalt helfen können. Dennoch war er wichtig für das Selbstvertrauen. Das Gefühl oft zu verlieren und abzusteigen, ist ekelhaft. Jetzt geht es darum, die Fans wieder auf unser Seite zu ziehen und sich anständig, mit guten Leistungen und möglichst mit Erfolgen, aus der Liga zu verabschieden.

Trauen Sie sich es perspektivisch zu, dass es beim KSC in Richtung Stammplatz geht?

Das ist natürlich mein Ziel. Das einzige was ich dazu beitragen kann, dass das klappt ist: hundert Prozent geben. Und das werde ich in jeder Trainingseinheit, in jedem Spiel machen.

Ihr Bruder ist jünger, hat aber schon einen Profivertrag. Ist das ärgerlich? Kommt mal der eine oder andere Spruch?

Nein, in der Familie wird nie irgendwie gelästert. Marvin gönnt mir jeden Erfolg und ich ihm auch. Es freut uns, wenn einer von uns spielt, seine Einsatzzeiten bekommt. Das pusht uns. Wir helfen uns gegenseitig. Und wir können beide noch viel voneinander lernen.

Wer ist besser: Marvin oder Marcel?

Das kann man nicht vergleichen. Wir sind ganz andere Typen. Marvin ist mehr der Techniker, der ein gutes Auge für die Mitspieler hat. Ich bin mehr der Zweikämpfer.

Gemeinsam mit Marvin im Team zu stehen, das wäre super, oder?

Das wäre ein weiteres Ziel, das ich im Visier habe. Er mehr in der Offensive, ich als Abräumer. 

Leben Sie noch zu Hause? Gemeinsam mit Marvin?

Ja, wir wohnen noch bei den Eltern in Blankenloch. Da ist es nicht weit zum Wildpark.

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