Benedikt Gimber
Benedikt Gimber
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Neuzugang Gimber: "Ich glaube an unsere Mannschaft"
Karlsruhe
09.03.2017 07:00
Er war gerade einmal 20 Jahre alt und stand schon im Kader des Karlsruher SC: Benedikt Gimber. Der Abwehrspieler lieferte beim 2:0-Sieg des KSC gegen Hannover 96 ein tolles Debüt ab. "Es war traumhaft“, sagte der U-20-Nationalspieler direkt nach dem Schlusspfiff.

Herr Gimber, mit ein paar Tagen Abstand: Wie beurteilen Sie jetzt Ihr Startelfdebüt? Ähnlich wie direkt nach dem Sieg gegen 96 als traumhaft?

Absolut. Es war ein traumhafter Tag. Startelfdebüt, dann der Sieg gegen Hannover, besser konnte es nicht laufen.

Es schien so, dass Sie überhaupt nicht nervös waren.

Meine Teamkollegen haben viel mit mir geredet, sowohl vor als auch während der Partie - und haben mir damit sehr geholfen, dass ich ruhig geblieben bin. Als ich ins Stadion gelaufen bin, die Fans gesehen habe, da hat es schon heftig im Magen gekribbelt. Aber das war bald vorbei.

Nach drei Niederlagen in Folge, unter diesem enormen Druck locker zu bleiben, das war sicher schwierig. Sind Sie so abgezockt?

Wie gesagt, die Mannschaft hat es mir leicht gemacht. Ich habe hier mega Spaß gehabt und habe mich einfach gefreut, zu spielen.

Half da die internationale Erfahrung, die Sie als Kapitän der deutschen  U-20-Nationalelf schon gemacht haben?

Ganz sicher. Ich habe die EM vor vielen Zuschauern spielen dürfen. Das war schon eine wichtige und hilfreiche Erfahrung.

Wie kam es zu dieser Leistungssteigerung des Teams nach dem Debakel in St. Pauli?

Wir haben uns super in die Partie reingekämpft. Jeder hat 110 Prozent gegeben. Das war eine sensationelle Teamleistung, zu der ich meinen Teil beitragen konnte. Wir haben gezeigt: Mentalität schlägt Qualität, wie es der Trainer zuvor sagte. Unsere Mentalität war der Schlüssel zum Erfolg. Nur mit dieser Einstellung konnten wir Hannover schlagen.

War das jetzt die Wende hin zum Guten?

Ich hoffe es. Ich hoffe, dass wir diese Einstellung, diese Leistung am Freitag in Aue wieder abrufen können. Dafür müssen wir alles tun.

Ihr Konkurrent in der Innenverteidigung, David Kinsombi, könnte bis Freitag, bis zur Aue Partie, wieder fit sein. Erheben Sie dennoch Ansprüche auf die Startelfnominierung?

Nein, so weit gehe ich nicht, ich stelle keine Ansprüche. Ich haue mich im Training voll rein und hoffe den Trainer damit überzeugen zu können.

Aber nach diesem starken Auftritt rechnen Sie doch mit der Startelfnominierung?

Ich lasse alles auf mich zukommen. Natürlich würde ich mich riesig darüber freuen, mal sehen. In Aue herrscht eine aggressive Atmosphäre.

Haben Sie etwas Angst davor, dass Sie das beeindrucken könnte?

Auf keinen Fall. Auf so etwas freue ich mich. Ich mag es, gegen das Publikum zu spielen. Zudem werden da auch viele unserer Fans vor Ort sein. Wegen der Atmosphäre mache ich mir keine Sorgen.

Trainer Slomka sagte, dass der KSC eine Serie benötigt, um aus der Abstiegszone raus zu kommen. Sehen Sie das auch so?

Man sieht an der Tabelle, dass es so ist. Wir stehen noch tief unten drin. Wir müssen so viel siegen wie möglich, um den Anschluss nach vorne herzustellen.

Gehen Sie vom zweiten Sieg in Serie aus?

Ich glaube an unsere Mannschaft. Schaffen wir es, wie gegen Hannover das Maximum aus uns herauszuholen, dann können wir auch aus Aue drei Punkte mitnehmen.

KSC hat auswärts eine lange Negativserie. Seit dem 21. Oktober 2016, seit fast fünf Monaten, gelang kein Auswärtssieg.

Dann wird es Zeit, dass wir das bald beenden!

Wie sehen Ihre Ziele aus: Persönlich? Für den KSC?

Viel spielen, viel Erfolg mit der Mannschaft haben. Die Mannschaft steht bei mir im Vordergrund und für die zählt nur der Klassenerhalt.

Haben Sie sich gut eingelebt?

Ja, es war von Vorteil, dass ich einige Spieler von der U20-Nationalelf kannte wie Marvin Mehlem, Matze Bader und Fabian Reese. Mit Grischa Prömel habe ich in der U19 in Hoffenheim gespielt, wir hatten immer Kontakt. Wir waren dort schon Freunde und sind es immer noch.

Was macht Benedikt Gimber, wenn er nicht Fußball spielt?

Ich lese gerne, unternehme gerne etwas mit Freunden oder der Familie.

Haben Sie sich auf den Fußball konzentriert. Haben Sie einen Beruf erlernt?

Ich habe das Abitur gemacht. Jetzt denke ich daran, ein Fernstudium in Betriebswirtschaft zu beginnen.

Wohnen Sie in Karlsruhe? 

Ich wohne in St. Leon-Rot, von da sind es rund 30 Minuten in den Wildpark.

Haben Sie sich bei Ihren Ex-Teamkollegen in Sandhausen, den Ex-KSC Profis Daniel Gordon und Philipp Klingmann, über den KSC erkundigt?

Mit beiden habe ich öfters darüber gesprochen. Ihre Meinung war mir wichtig und beide haben mir Positives über den KSC berichtet. Das hat meine Entscheidung schon beeinflusst.

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