KSC-Matchwinner Hoffer: "Der Trainer hat entschieden, ich habe getroffen"
Karlsruhe
28.09.2016 07:00
Die Erleichterung war Erwin "Jimmy" Hoffer anzusehen. Nach der Partie gegen Aue, nach dem ersten Saisonsieg des Karlsruher SC strahlte der österreichische Nationalspieler. Absolut berechtigt, denn er hat mit seinem ersten Saisontreffer und der Vorbereitung des 2:0 durch Moritz Stoppelkamp die Partie gegen den Aufsteiger entschieden. Ist jetzt der Knoten beim KSC aufgegangen?

Herr Hoffer, Sie waren der Matchwinner gegen Erzgebirge Aue.

Ich habe ein Tor gemacht, eines vorbereitet – das hat gepasst. Aber die Mannschaft hat von Anfang an gezeigt, dass sie gewinnen wollte. Die Mannschaftsleistung war gut. Wir wollten die Null halten und dann vorne treffen. Das konnten wir umsetzen.

Hat es Sie geärgert, dass Ihnen Moritz Stoppelkamp quasi den zweiten Treffer vom Fuß genommen hat?

Nein, ich hätte selber schießen können, aber Moritz stand sehr gut zum Ball. Ich hätte mich nur geärgert, wenn er das Tor nicht gemacht hätte.

Ist jetzt gleich ein Doppelknoten aufgegangen? Der Torknoten bei Ihnen und der Knoten im Team, das endlich den ersten Sieg feiern konnte?

Für einen Stürmer ist es immer wichtig, dass er trifft. Ich konnte der Mannschaft mit meinem Tor helfen. Das ist wichtig für die Zukunft. Für die Mannschaft war es enorm wichtig, endlich den ersten Sieg einzufahren. Ich hoffe, dass es jetzt so weitergeht, dass wir weiterhin so konsequent spielen. Dann werden sicher bald einige weitere Punkte folgen.

Ihre Statistik gegen die Mannschaft aus Aue ist blendend: sechs Spiele, sechs Tore. Da könnte es jede Woche gegen das Team aus dem Erzgebirge gehen.

Tja, wenn es ginge - gerne. Aber ich kann auch gegen andere Teams treffen. Wichtig ist die Mannschaft - nicht der Einzelne.

Als Sie zur Einwechslung bereit standen, schallten Pfiffe durch das Stadion. Haben Sie die gehört?

Das konnte man nicht überhören. Einige der Fans haben gepfiffen. Warum, das weiß ich nicht. Der Trainer hat entschieden, ich habe getroffen - daher ist das abgehakt.

Gehen Sie nach dieser Galavorstellung zum Trainer und sagen ihm, dass Sie in Düsseldorf in der Startelf stehen wollen?

Nein, das wird nicht passieren. Der Trainer hat sicher ein System und eine Taktik im Kopf. Er entscheidet. Ob ich von Anfang an spiele oder reinkomme – egal! Ich will der Mannschaft helfen. Natürlich will ich es durch gute Trainingseinheiten dem Trainer so schwer wie möglich machen – aber ich bin für alles bereit.

Was rechnen Sie sich für den KSC bei der Fortuna am Samstag aus? 

Einiges. Wenn wir wieder defensiv so stehen wie gegen Aue, wieder als Mannschaft auftreten, dann ist da etwas drin für uns. Wir können gegen jede Mannschaft in der zweiten Liga erfolgreich sein. Hinten muss die Null stehen - vorne kommen wir immer zu Chancen. Wenn dann eine in der 90. Minute zum Siegtreffer führt - prima. Wenn wir die Chancen nutzen, ist einiges drin.

Die Fragen stellte Peter Putzing.

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