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KSC-Coach Oral optimistisch: "Wir sind unheimlich schwer zu besiegen!"
Karlsruhe
09.09.2016 07:00
Rund drei Monate ist Tomas Oral als Cheftrainer des KSC für die Profis verantwortlich. Oral ist ein enorm akribisch arbeitender Trainer. Trotz allen Engagements: Der 43-Jährige wartet auch nach vier Pflichtspielen noch auf den ersten Sieg mit seiner Elf. Dennoch blickt er absolut zuversichtlich nach vorne, hofft auf den ersten Dreier am Samstag bei Union Berlin. Mit Oral sprach Peter Putzing.

Herr Oral, Sie sind drei Monaten in Karlsruhe. Man sieht Ihnen an: Die Arbeit mit der Mannschaft macht Ihnen enorm viel Spaß.

Das freut mich zu hören.

Obwohl Sie mit Ihrer Mannschaft noch sieglos sind, merkt man Ihnen die Freude an der Arbeit an.

Es stimmt, es macht richtig Spaß. Es wurde mir hier leicht gemacht. Ich wurde gut aufgenommen. Ich spüre richtig, wie hier alle für den Club den Fußball inhalieren. Das hat es leicht gemacht, mich nicht nur mit der Aufgabe, sondern auch mit dem Club zu identifizieren. Nochmals: Wenn es rüberkommt, dass es mir Spaß macht, dann stimmt das absolut. Ich versuche authentisch zu sein, das hat bisher gut geklappt. Ich fühle mich wohl.

Sie würden sich bestimmt wohler fühlen, wenn es in Berlin den ersten Saisonsieg gäbe.

Natürlich. Siege vereinfachen vieles. Aber die Jungs arbeiten gut, wir hatten Torchancen in den Spielen, daher ist es für mich nur eine Frage der Zeit, dass wir Spiele gewinnen werden. Man muss aber auch sehen: Wir sind unheimlich schwer zu besiegen.

Sie haben Union Berlin beobachtet. Was fiel Ihnen auf von dem Team, das nur zwei Punkte auf dem Konto hat und schon enorm unter Druck steht?

Auch da - wie bei uns - stellen die Ergebnisse nicht das dar, was diese Mannschaft geleistet hat. Eine Mannschaft, die in den vergangenen zwölf, 14 Monaten unheimlich viel einstecken musste. Da war gab es Trainerwechsel, jeder hat eine andere Philosophie, eine andere Art zu coachen, nicht einfach für ein Team, einen Verein. Aber: Union hat viel Geld in die Hand genommen und sich richtig gut verstärkt. Wir haben Stärken und Schwächen gesehen.

Und welche?

Das muss man nicht öffentlich ausbreiten. Wir sind auf Beides vorbereitet.

Sie haben mit Florian Kamberi und Charalampos Mavrias nochmals zwei Offensivspieler verpflichtet.  Ist das jetzt Ihr Wunschkader?

Ich bin kein Freund von Wunschelf, Wunschkader oder Wunschspieler zu reden. Wir haben einen Kader, der einen großen Umbruch hatte. Unser Sportdirektor Jens Todt und das Präsidium haben alles unternommen, um die Lücken, die entstanden sind, zu schließen. Ich bin zufrieden. Wir haben viel Qualität im Kader.

Wird einer der zwei Neuen in der Startelf auftauchen?

Kamberi kommt erst am Donnerstag von der U 21 Nationalelf, Mavrias ist seit Dienstag dabei. Mal schauen, wie es sich im Training entwickelt. Alles ist möglich.

Wie ist die Lage beim zuletzt verletzten Torhüter René Vollath?

Auch er trainiert wieder, aber auch bei ihm muss man abwarten. Wir schauen was die Trainingswoche bringt, wie es läuft. Aber auf dieser Position haben wir sowieso keine Bauchschmerzen.

Die Fragen stellte Peter Putzing.

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