Fussball 2.Bundesliga, Karlsruher SC - VfB Stuttgart
30.10.2016, xfux, Fussball 2.Bundesliga, Karlsruher SC - VfB Stuttgart, emspor emonline, v.l. Trainer Tomas Oral (Karlsruher SC KSC)
Bild: fu-sportfotografie
KSC-Cheftrainer Oral: "Es ist eine Entwicklung zu sehen"
Karlsruhe
18.11.2016 07:00
Tomas Oral ist seit rund einem halben Jahr Cheftrainer beim KSC. Der Coach, der ungemein fleißig ist, sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. Obwohl von den fünf letzten Partien nur eine gewonnen wurde. Darüber, über das nächste Derby am Samstag gegen Sandhausen und über die Leistungen der Neuzugänge sprach Peter Putzing mit Oral.
Herr Oral, sind Sie abergläubisch

Ein wenig, ab und zu. Warum?

Es gibt ein Sprichwort das heißt: Aller guten Dinge sind drei. Gegen Sandhausen steht das dritte Derby in Folge bevor. Die beiden ersten wurden verloren… Stimmt das Sprichwort, würde der KSC gewinnen.

Ich kenne dieses Sprichwort. Aber wir gehen eh in jedes Siel, um zu gewinnen – wie zuletzt auch in Heidenheim. Da haben wir ein Spiel, bei dem ein Sieg drin war, unnötigerweise aus der Hand gegeben,...

... aber in Halbzeit zwei wurde wenig für das Offensivspiel gemacht…

Das sehe ich nur bedingt so. Wir haben in Heidenheim gespielt, wir waren schon auf der Siegerstraße, dann kam aus dem Nichts das 1:1. Dann darf man natürlich nicht ins offene Messer laufen und einen Konter nach dem anderen zulassen.

Am Ende aber stand eine Niederlage.

Leider. Aber ich weiß, dass wir vernünftig arbeiten. Wir haben den einen oder anderen Punkt liegen lassen. Auch, weil uns ein wenig das Schussglück gefehlt hat. Aber ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass sich das ändert.

Doch die Anzahl der Punkte ruft keinen großen Optimismus hervor.

Das ist im Fußball nun ab und zu mal so. Das hängt auch damit zusammen, dass uns am Anfang der ein oder andere Sieg, der drin gewesen wäre, nicht gelungen ist. Trotzdem: Es ist eine Entwicklung zu sehen. Das ist es, was mich beruhigt. Aber klar ist auch: Wir könnten vier, fünf Punkte mehr haben. Aber ich sehe dem Ganzen absolut positiv entgegen.

Wenn Sie so positiv sind, sind Sie dann sicher, dass Sie gegen Sandhausen gewinnen?

Ich wäre völlig falsch beraten, wenn ich so überheblich an ein Spiel herangehen würde. Sandhausen hat in den letzten Wochen stark gespielt. Wir werden wie in jedem anderen Spiel in der zweiten Liga alles in die Waagschale werfen müssen, was wir haben. Wir haben Sandhausen beobachtet, die ihre Spielweise etwas offensiv verändert haben und seit längerem mit sieben, acht Spielern in nahezu unveränderter Formation zusammenspielen. Aber wir wollen unser Ding durchziehen, auch wenn wir zuletzt immer wieder personelle Rückschläge verkraften mussten: So fiel Bjarne Thoelke kurzfristig aus. Jetzt hat sich Grischa Prömel bei der U 21 einen Virus eingefangen. Aber jammern gilt nicht.

Ein Drittel der Saison ist vorbei. Sie haben sechs externe Spieler verpflichtet: Kom, Figueras, Mavrias, Rolim, Stoppelkamp und Kamberi. Stoppelkamp kann man als Volltreffer bezeichnen. Der Rest blieb hinter den Erwartungen zurück. Oder sehen Sie das anders?

Zuerst: Wir haben nur für einen Spieler Ablöse bezahlt und für einen Leihgebühr. Richtig ist: Es hat zu Beginn nicht jeder das gebracht, was wir erhofften - Aber alle sind mittlerweile auf einem guten Weg. Mavrias und Kamberi haben oft gespielt. Insgesamt haben wir einen vernünftigen Kader, mit dem sich in der zweiten Liga einiges entwickeln lässt. Viele junge Spieler sind da dabei. Die brauchen nun mal Zeit.

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