Grischa Prömel
Grischa Prömel
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Allrounder Prömel: "Es ist extrem bitter, so oft zu verlieren"
Karlsruhe
23.03.2017 07:00
Kürzlich wurde Grischa Prömel zu Karlsruhes „Sportler des Jahres“ gewählt, weil er bei den Olympischen Spielen in Brasilien die Silbermedaille gewann. So richtig freuen konnte sich der aktuelle U21 Nationalspieler nur kurz, denn mit dem KSC steckt er inzwischen mitten im Abstiegskampf. Mit Prömel sprach Peter Putzing.

Herr Prömel, hat Ihr Vertrag für die dritte Liga beim KSC Gültigkeit?

Nein.

Ist die dritte Liga für Sie überhaupt ein Thema?

Erneut nein. Ich will mit dem KSC den Klassenerhalt in der Zweiten Liga schaffen. Mit allem anderen beschäftige ich mich nicht.

Am Wochenende ist spielfrei. Ist das - in der prekären KSC-Situation - gut oder schlecht?

Für mich ist das gut. Ich war gegen Düsseldorf angeschlagen, bin zuvor im Training umgeknickt und musste gespritzt werden, damit ich spielen konnte. Da tut es gut, wenn man ein paar Tage runterfahren und regenerieren kann.

Der KSC ist Tabellenletzter. Was macht Hoffnung, nicht abzusteigen?

Dass wir die Qualität haben, die Liga zu halten. Das ist das, was ich jeden Tag im Training sehe. Allerdings müssen wir diese Leistungsfähigkeit in den Spielen auf den Rasen bringen.

Macht Fußball unter so einem Druck überhaupt noch Spaß?

Natürlich würde es mehr Spaß machen, wenn wir jedes Wochenende Siege einfahren würden. Es ist extrem bitter, so oft zu verlieren. Dann sind die Niederlagen ein präsentes Thema, das man immer im Kopf hat.

Gibt es eine Erklärung für die Leistungsschwankungen?

Ich habe keine bisher. Gegen Hannover top, gegen die anderen so schwach…

Trainer Slomka setzte Sie im defensiven Mittelfeld, im offensiven Mittelfeld und zuletzt sogar auf der rechten offensiven Außenbahn ein. Egal?

Es ist mir egal. Ich weiß, dass es in unserer Lage nur geht, wenn sich jeder hinten anstellt, in den Dienst der Mannschaft stellt. Dennis Kempe hat sich gegen Düsseldorf verletzt, musste raus und wir mussten daher taktisch etwas ändern. Der Trainer hat dann umgestellt, also habe ich eben über rechts gespielt.

Denken Sie schon an die Partie in Nürnberg? Was ist da drin – unter Berücksichtigung der negativen KSC-Auswärtsserie?

Also an solche Serien daran denke nicht, das würde mich nur zusätzlich belasten. Ich denke daran, was wir machen müssen, um dort zu gewinnen.

Würden Sie auf den Klassenerhalt wetten?

Ich wette nie. Aber ich, und meine Teamkollegen, sind absolut sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen können. Wir glauben an uns.

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